Standort suchen – und finden

Häufig sieht man ein Motiv und fotografiert sofort drauf los. Schaue ich mir die Ergebnisse zu Hause an, denke ich oft: "Hätte ich doch bloß noch mal nach einem anderen Aufnahmestandort gesucht." Da tauchen plötzlich irgendwelche Stromleitungen auf, die mir beim Fotografieren gar nicht aufgefallen sind, oder irgendwas im Vordergrund stört. Deswegen versuche ich mich immer wieder daran zu erinnern, wenn ich Aufnahmen mache. Selbst wenn die Zeit knapp ist, mache ich möglichst auch noch Aufnahmen aus anderen Winkeln und Perspektiven. Meist entdecke ich beim Rumlaufen dann sogar den perfekten Spot. Aber auch so versuche ich möglichst genau darauf zu achten, ob irgendwelche störenden Elemente im Motiv sind. Wobei es nicht mal störende Elemente sein müssen, es können auch Bildteile sein, die nicht vollständig abgebildet werden oder später beim Zuschnitt des Fotos im Anschnitt liegen würden. Beim Fotografieren achte ich möglichst genau darauf, dass ich solche Bildteile nicht versehentlich fotografiere.

Bei dem Motiv oben habe ich zunächst ein Foto durch die Bäume gemacht (unten). Ich dachte, der Vordergrund würde dem Bild Halt verleihen. Aber irgendwie gefiel mir das Ganze noch nicht richtig. Also bin ich um das Motiv herumgelaufen und habe versucht einen besseren Standort zu finden. Nach einiger Zeit habe ich den dann auch gefunden. Ohne störenden Vorder- und Hintergrund wirkt das Motiv so perfekt vor dem strahlend blauen Himmel. Den Kopf habe ich nicht ganz mittig fotografiert, so dass in Blickrichtung der Augen genug "Luft" bleibt, um dem Bild die richtige Wirkung zu verleihen.